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Geschrieben von: Marina Christen
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Montag, 02. März 2009 um 13:08 |
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Pflegeversicherung  Zuerst die gute Nachricht: die Menschen leben länger. Nun die schlechte Nachricht: Es werden immer mehr Menschen pflegebedürftig. Nach einer mehrjährigen Diskussion über den richtigen Weg zur Absicherung des Pflegerisikos trat zum 1. Januar 1995 das Pflege-Versicherungsgesetz in Kraft. Damit wurde für das Risiko Pflegebedürftigkeit - genau wie die anderen großen Lebensrisiken Krankheit, Alter, Unfall und Arbeitslosigkeit - ein eigener Zweig der Sozialversicherung geschaffen (fünfte Säule). Die gesetzliche Grundlage für die Soziale Pflegeversicherung bildet das "Gesetz zur sozialen Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit" (Pflege-VG), dessen Artikel 1 das Sozialgesetzbuch - Elftes Buch (XI) - Soziale Pflegeversicherung bildet. Danach sind kraft Gesetzes all jene Personen in den Schutz der sozialen Pflegeversicherung einbezogen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Wer privat versichert ist (sog. Vollversicherung), muss eine private Pflegepflichtversicherung abschließen. Dennoch besteht in der Pflegeversicherung ein Weiterentwicklungsbedarf, um für die (auch finanziellen) Herausforderungen der nahen Zukunft gewappnet zu sein. Dazu hat das Kabinett ein Pflege-Weiterentwicklungsgesetz verabschiedet, das strukturelle Fortentwicklungen beinhaltet, mit denen die Pflegeversicherung noch besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen ausgerichtet werden soll - dem Grundsatz „ambulant vor stationär“ wird damit stärker als bisher Rechnung getragen. Die Neuerungen treten voraussichtlich zum Juli 2008 in Kraft; sie beinhalten insbesondere die Anhebung der Leistungsbeträge, vor allem im Bereich der häuslichen Pflege, die Dynamisierung der Leistungen sowie die Einführung eines Anspruchs auf Pflegeberatung (Fall-Management) und die Schaffung von Pflege-Stützpunkten. Alle Maßnahmen verfolgen auch das Ziel, den Auf- und Ausbau wohnortnaher Versorgungsstrukturen zu forcieren, die eine quartierbezogene und an den Bedürfnissen der hilfebedürftigen Menschen ausgerichtete Versorgung und Betreuung in Zukunft ermöglichen sollen.  Bei Interesse an einer individuellen Beratung, einem Angebot oder bei weiteren Fragen erreichen sie mich über mein Kontaktformular.  Â
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